Zentrales und wichtigstes Element ist der Innenleiter. Hier unterscheidet man Massiv-und Litzenleiter. Massivleiter besitzen einen massiven Draht als Leitungselement, bei Litzenleitern wird dieser aus mehreren dünnen Einzeldrähten zusammengesetzt und dadurch eine bessere Flexibilität erreicht.
Grundsätzlich gilt: je dünner der Einzeldraht in der Litze, desto flexibler das Kabel. Die Flexibilität ist besonders wichtig beim mobilen Einsatz von Mikrofon-, Instrumenten-, Lautsprecher- und Multicorekabeln. Daneben muss vor allem bei längeren Übertragungsstrecken auf einen passenden Querschnitt geachtet werden.
Die Regel besagt: Je größer der Querschnitt, um so geringer der Widerstand und um so besser die Übertragung. Im Mikrofonkabelbereich, bei dem dies wichtig ist, haben sich Leiterquerschnitte von 0,20 mm², besser 0,22 mm² eingebürgert. Für längere Strecken wird sogar ein Querschnitt von 0,50 mm² empfohlen. Deren Werte sind von Fall zu Fall zu bewerten und dessen Einsatz jeweils zu entscheiden. Bei Lautsprecherkabeln ist besonders auf einen genügend großen Leiterquerschnitt zu achten. Dies hat seine Ursache in den heutzutage im Tieftonbereich verwendeten Verstärker-Ausgangsleistungen von 2000 Watt an 8 Ohm bzw. 4000 Watt an 4 Ohm. Hier werden Maximalwerte von 180 Volt bei 40 Ampere erreicht, die von Lautsprecherkabeln übertragen werden müssen. Zu kleine Kabelquerschnitte bewirken erhebliche Leistungsverluste, die in letzter Konsequenz zum Ausfall des Kabels führen können. Im Lautsprecherbereich stehen Kabel mit zwei, vier und acht Polen und Querschnitten von 1,5 mm² bis 8 mm² je nach Systemspezifikation zur Verfügung.